
Trommeln, Flöten, Rufe, Ekstase.

Kegel neben Kegel in türkisen Becken, im Dunst das Schiff – dieselbe Landschaft steht auf der Rückseite des 100.000-Rupien-Scheins.

Lenso: Der Begrüßungstanz Ambons.

Im Gegenlicht leuchtet die Flughaut und zeigt die Knochen darin.

Rot-weiß karierte Tracht, rote Kopfbänder – das Karomuster heißt Cele und ist auf den Molukken Landestracht.

Der Kei-Waran ist erst 2019 als eigene Art beschrieben worden und lebt nur auf diesen Inseln.

Banda Neira empfängt seine Gäste mit einer Kora-Kora-Prozedur. Während der schweißtreibenden Arbeit in den molukkischen Langbooten fliegt gerne mal Wasser über die Reihe der Ruderer.

Zwei Männer beim Plausch auf einem Platz inmitten Ambons.

Das vollständige Empfangskomitee: dreizehn festliche Gewänder, zwei Bögen aus jungen Kokoswedeln, dahinter der 640 Meter hohe Gunung Api.

Aufgebrochen in der Handfläche, helles Fruchtfleisch, darunter der scharlachrote Samenmantel, der sich wie ein Netz um den dunklen Kern legt – eine Frucht, zwei Gewürze: Muskatblüte und Muskatnuss.

Eine Dame des Empfangskomitees in Banda Neira.

Tragegurt vor der Brust, Telefon in der freien Hand, Roller im Leerlauf – in Banda Neira ist der Motorroller Auto, Lieferwagen und Schulbus in einem.

Die Zigarette im Mundwinkel, das Messer schon im dunkelroten Fleisch – Echter Bonito, hier Cakalang genannt, ist neben der Muskatnuss das zweite Standbein der Bandainseln.

Ambon: Auf dem Markt gibt es alles in der kleinsten Menge, die sich verkaufen lässt.

Flachgetretener Karton als Matratze, darüber Knoblauch, Schalotten und die Federwaage – im Gedränge des Marktes von Ambon schläft man, wo man arbeitet.

Rock an Rock aus gefärbten Pflanzenfasern, auf der Haut weiße Herzen und Spiralen – Tracht wird stolz dargeboten.

Gefärbte Federn über einem Band aus Kaurischnecken – im Hochland Neuguineas waren diese Schalen bis ins 20. Jahrhundert Geld.

Im Profil der Kamm mit Federn des Kasuars, des größten Vogels der Insel.

Weiß-schwarze Federn überm Rindenband, auf der Wange die Spirale, gemacht aus Kalk, dem Untergrund dieser Inseln.

Auf dem Flechtteller liegt jeder Reifegrad nebeneinander: gelbe Früchte kurz vor dem Aufspringen, rote Muskatblüte, fast schwarz getrocknete Kerne, dazu dunkle Kenarinüsse – deren Bäume spenden den Schatten, unter dem die jungen Muskatbäume heranwachsen.

Durch das dunkle Gewölbe öffnet sich der Innenhof, dahinter steht wolkenverhangen der Gunung Api – Fort Belgica entstand ab 1611 auf dem Hügel über der Stadt, um die Muskatnuss zu sichern und die Bandanesen einzuschüchtern.

Über Jahrtausende hat die Brandung den Kalk in Höhe der Gezeiten abgetragen.

In solchen Becken steht das Wasser fast still, der Austausch läuft über schmale Durchlässe.

Ein Turm inmitten der Karstlagune.

Hände voll Muscheln, am Strand aufgelesen – der weiße Sand, auf dem das Mädchen steht, ist nichts anderes als zerriebene Schale und Korallenkalk.

Zwei Freunde Arm in Arm auf dem Dorfweg.

Schwarze Federkämme über bemalten Stirnbändern, weiße Spiralen auf der Haut, sechzig Bewohner des Dorfes ziehen auf.

Gefärbte Faserröcke, Sarongs des Alltags – vom Kind bis zur Weißhaarigen sind alle dabei.

Immer wieder kippt die Reihe ins Lachen, die Federkronen verrutschen – die Choreografie hält, die Ernsthaftigkeit nicht immer.

Die Insel Kri aus der Luft: ein paar Dächer im Palmenwald, davor Sandbänke, dahinter die Le Soléal.

Scharfkantiger Kalk, darin verankert eine Schraubenpalme. Regen löst den Stein und legt die Taschen an, in denen Erde liegen bleibt.

Brauner Rücken, weiße Kehle, kräftiger Schnabel – ein Küstendickkopf auf den Kei-Inseln.

Köstlich! Grüne Kugeln im Kokosmantel auf einem Bananenblatt – im Inneren steckt fester Palmzucker, der beim Kochen flüssig wird und beim ersten Biss ausläuft.