Mit der Le Soleal von Darwin zu den Gewürzinseln und nach Raja Ampat

Ostindonesien: Auf dem Weg zu den Molukken

Zodiac der Le Soleal an einem Karstturm in der Lagune von Misool.
Zodiac der Le Soleal an einem Karstturm in der Lagune von Misool.

Rufe wecken uns im ersten Licht des Tages. Vor Banda Neira rauschen zwei Langboote seitlich der Le Soleal entlang, in jedem sitzen rund zwei Dutzend Ruderer, ein Schlagmann trommelt den Takt.

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Text & Fotos: Malte Clavin

Kora-Kora heißen diese Boote auf den Molukken; einst brachten sie Krieger übers Meer, heute eskortieren sie Gäste zum Hafen.

Oben am Hügel bricht ein Pflücker eine Muskatfrucht auf. Unter dem Fruchtfleisch liegt ein scharlachroter Mantel um den dunklen Kern: Muskatblüte und Muskatnuss, zwei Gewürze aus einer Frucht. Bis zum Jahre 1770 kamen sie nur von diesen Inseln.

Muskatfrucht auf Banda Neira – der rote Samenmantel wird zur Muskatblüte.

Elf-Nächte-Route mit Ziel Darwin

Banda Neira ist der erste Landgang der Route „Raja Ampat und die Gewürzinseln“, die die französische Reederei Ponant ab und bis Darwin in ihrem Programm führt. In elf Nächten folgen auf zwei Seetage Banda, vier Tage Raja Ampat, der Kitikiti-Wasserfall in Westpapua und die Kei-Inseln.

Die Le Soleal präsentiert sich als elegantes Boutique-Schiff

Die Le Soleal, 2013 von der renommierten italienischen Werft Fincantieri gebaut, ist 142 Meter lang und verfügt über 132 Kabinen und Suiten. Sie präsentiert sich als elegantes Boutique-Schiff. Angelandet wird per Zodiac. Die Exkursionen mit den motorisierten Schlauchbooten sind, wie branchenüblich, ebenso im Reisepreis enthalten wie die Lektorenvorträge und die Schnorchelausrüstung.

In Misool steuert unser Expeditions-Guide Jacky Yu das Zodiac unter bewachsene Karstwände, die einst Meeresboden waren. Rund 600 Korallenarten wachsen in Raja Ampat, drei Viertel aller bekannten.

Mit dem Zodiac zwischen den Kalknadeln von Misool.

Meeresbiologin an Bord

Meeresbiologin Mathilda Bates aus dem Expeditionsteam hat anderthalb Jahre in dem Archipel geforscht. Nach einer Hitzewelle im Dezember 2024 bleichten an einem Riff der Dampier-Straße 72 Prozent der häufigsten Korallen, elf Monate später waren es nur noch 19 Prozent.

„Die Riffe hier sind hitzetolerant“, erklärt sie, „aber nur bis zu einer bestimmten Maximaltemperatur.“ Am Cape Kri, wo 2012 auf einem einzigen Tauchgang 374 Fischarten gezählt wurden, schnorcheln wir zwischen Pfauen-Kaiserfisch und Napoleon-Lippfisch.

„Happy crew, happy cruise“ lautet der Leitsatz des Kapitäns

Der Kapitän der Le Soleal auf dieser Reise, Pierre Ducournau, begann bereits vor 18 Jahren als Kadett bei Ponant. Heute führt er 158 Crewmitglieder aus 17 Ländern. „Happy crew, happy cruise“ lautet sein Leitsatz.

Das 142 Meter lange Ponant-Schiff vor Banda Neira unter dem Vulkankegel.

Stabilisatoren von fünf mal zwei Metern legen sich aktiv gegen die Dünung. An den Seetagen halten Meeresbiologinnen, Geologen und Ornithologen Vorträge für die interessierten Passagiere, Bordsprachen sind Französisch und Englisch. Zwischen zwei Gängen fährt ein Kellner mit einer kleinen Krümelbürste über die Tischdecke – Kleinigkeiten wie diese machen den Service des Luxusprodukts aus.

Die Lagune von Wayag, Motiv vieler Reisekataloge, ist von Anwohnern gesperrt

Ponant veröffentlicht die Ankerplätze in Raja Ampat nicht vorab. Denn die Lagune von Wayag, Motiv vieler Reisekataloge, ist seit Sommer vergangenen Jahres von Anwohnern gesperrt. Dafür steigen die Kreuzfahrtgäste auf Piaynemo ein paar hundert Stufen hinauf; die Karstkegel dort zieren die Rückseite des 100.000-Rupiah-Scheins. Wer die Reise bucht, sollte trittsicher sein und gern schnorcheln.

Die Karstkegel von Piaynemo zieren die Rückseite des 100.000-Rupiah-Scheins.

Auf den Kei-Inseln, der letzten Station unserer Elf-Nächte-Reise, schützt ein Eid das Meer: Ein gelbes Kokosblatt an einem Stab zeigt an, dass ein Riff zum Schutz geschlossen ist, bis das Dorf es wieder öffnen wird.

Auf Kei Besar leben Nachfahren der Bandanesen, die im Jahre 1621 vor der Niederländischen Ostindien-Kompanie hierher flohen. Und so schließt sich der Kreis zur Muskatnuss.

Kora-Kora heißen diese Boote auf den Molukken; einst brachten sie Krieger übers Meer, heute eskortieren sie Gäste zum Hafen.

Ein Kora-Kora in voller Länge vor Banda Neira.

Oben am Hügel bricht ein Pflücker eine Muskatfrucht auf.

Unter dem Fruchtfleisch liegt ein scharlachroter Mantel um den dunklen Kern

Unter dem Fruchtfleisch liegt ein scharlachroter Mantel um den dunklen Kern: Muskatblüte und Muskatnuss, zwei Gewürze aus einer Frucht. Bis zum Jahre 1770 kamen sie nur von diesen Inseln.

Muskatfrucht auf Banda Neira – der rote Samenmantel wird zur Muskatblüte.

Elf-Nächte-Route mit Ziel Darwin

Banda Neira ist der erste Landgang der Route „Raja Ampat und die Gewürzinseln“, die die französische Reederei Ponant ab und bis Darwin in ihrem Programm führt.

In elf Nächten folgen auf zwei Seetage Banda, vier Tage Raja Ampat, der Kitikiti-Wasserfall in Westpapua und die Kei-Inseln.

Die Le Soleal ist 142 Meter lang und verfügt über 132 Kabinen und Suiten

Die Le Soleal, 2013 von der renommierten italienischen Werft Fincantieri gebaut, ist 142 Meter lang und verfügt über 132 Kabinen und Suiten.

Das 142 Meter lange Ponant-Schiff vor Banda Neira unter dem Vulkankegel.

Sie präsentiert sich als elegantes Boutique-Schiff. Angelandet wird per Zodiac.

Die Exkursionen mit den motorisierten Schlauchbooten sind, wie branchenüblich, ebenso im Reisepreis enthalten wie die Lektorenvorträge und die Schnorchelausrüstung.

Rund 600 Korallenarten wachsen in Raja Ampat, drei Viertel aller bekannten

In Misool steuert unser Expeditions-Guide Jacky Yu das Zodiac unter bewachsene Karstwände, die einst Meeresboden waren.

Rund 600 Korallenarten wachsen in Raja Ampat, drei Viertel aller bekannten.

Mit dem Zodiac zwischen den Kalknadeln von Misool.

Meeresbiologin an Bord

Meeresbiologin Mathilda Bates aus dem Expeditionsteam hat anderthalb Jahre in dem Archipel geforscht.

Nach einer Hitzewelle bleichten an einem Riff der Dampier-Straße 72 Prozent der häufigsten Korallen

Nach einer Hitzewelle im Dezember 2024 bleichten an einem Riff der Dampier-Straße 72 Prozent der häufigsten Korallen, elf Monate später waren es nur noch 19 Prozent.

„Die Riffe hier sind hitzetolerant“, erklärt sie, „aber nur bis zu einer bestimmten Maximaltemperatur.“

Letztes Licht über Misool: Insel hinter Insel, dazwischen das Meer.

Am Cape Kri, wo 2012 auf einem einzigen Tauchgang 374 Fischarten gezählt wurden, schnorcheln wir zwischen Pfauen-Kaiserfisch und Napoleon-Lippfisch.

Der Kapitän der Le Soleal auf dieser Reise, Pierre Ducournau, begann bereits vor 18 Jahren als Kadett bei Ponant.

„Happy crew, happy cruise“ lautet der Leitsatz des Kapitäns

Heute führt er 158 Crewmitglieder aus 17 Ländern. „Happy crew, happy cruise“ lautet sein Leitsatz.

Die Insel Ransiwor aus der Luft: ein paar Dächer im Palmenwald, davor Sandbänke, dahinter die Le Soleal.

Stabilisatoren von fünf mal zwei Metern legen sich aktiv gegen die Dünung.

An den Seetagen halten Meeresbiologinnen, Geologen und Ornithologen Vorträge für die interessierten Passagiere, Bordsprachen sind Französisch und Englisch.

Zwischen zwei Gängen fährt ein Kellner mit einer kleinen Krümelbürste über die Tischdecke

Zwischen zwei Gängen fährt ein Kellner mit einer kleinen Krümelbürste über die Tischdecke – Kleinigkeiten wie diese machen den Service des Luxusprodukts aus.

Ponant veröffentlicht die Ankerplätze in Raja Ampat nicht vorab. Denn die Lagune von Wayag, Motiv vieler Reisekataloge, ist seit Sommer vergangenen Jahres von Anwohnern gesperrt.

Scharfkantiger Kalk, darin verankert eine Schraubenpalme.

Dafür steigen die Kreuzfahrtgäste auf Piaynemo ein paar hundert Stufen hinauf; die Karstkegel dort zieren die Rückseite des 100.000-Rupiah-Scheins.

Wer die Reise bucht, sollte trittsicher sein und gern schnorcheln

Wer die Reise bucht, sollte trittsicher sein und gern schnorcheln.

Die Karstkegel von Piaynemo zieren die Rückseite des 100.000-Rupiah-Scheins.

Auf den Kei-Inseln, der letzten Station unserer Elf-Nächte-Reise, schützt ein Eid das Meer.

Ein gelbes Kokosblatt an einem Stab zeigt an, dass ein Riff zum Schutz geschlossen ist

Ein gelbes Kokosblatt an einem Stab zeigt an, dass ein Riff zum Schutz geschlossen ist, bis das Dorf es wieder öffnen wird.

Auf Kei Besar leben Nachfahren der Bandanesen, die im Jahre 1621 vor der Niederländischen Ostindien-Kompanie hierher flohen. Und so schließt sich der Kreis zur Muskatnuss.

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