
Im letzten Licht putzt eine Gepardin ihrem Jungen das Gesicht – rund anderthalb Jahre bleibt der Nachwuchs bei ihr und lernt in dieser Zeit von ihr das Jagen.

Wie ein lebender Edelstein thront der Amethystglanzstar im kahlen Geäst. Je nach Lichteinfall changiert sein Gefieder von Violett zu fast Schwarz.

Rückflug zum Kilimanjaro: Hügelland unter Quellwolken.

Dieses Löwenjunge ist erst zweieinhalb Monate alt, die Flecken an Bauch und Beinen verblassen mit der Zeit.

Ein Riesenfischer schlägt eine Tilapia so lange gegen den toten Ast, bis sie sich nicht mehr wehrt – mit 46 Zentimetern ist er der größte Eisvogel Afrikas.

Ein Pillendreher stemmt sich gegen seine Kugel aus Dung – er rollt sie rückwärts und hält Kurs nach dem Himmel: nach der Sonne, dem Mond, nachts sogar nach dem Band der Milchstraße.

Eine Löwin zeigt brüllend ihre Zähne – wir haben sie auf unserem Fußmarsch aufgeschreckt.

Der Schnabelaufsatz des Hornvogels ist hohl und verstärkt seinen lauten Ruf.

Ein konzentriert blickender Hammerkopf. Die namensgebende Kopfform entsteht durch den wuchtigen Schnabel und die buschige Nackenhaube. Sein Nest zählt zu den größten aller Vögel – bis zu zwei Meter im Durchmesser.

Zwei Zebrafohlen zwischen den Alttieren, die Streifen noch braun statt schwarz – das Pigment dunkelt erst in den weiteren Lebensmonaten nach.

Pfirsichköpfchen leben fast nur im Norden Tansanias, die Serengeti ist das Zentrum ihres kleinen Verbreitungsgebiets.

Nahe der Steilwand des Ostafrikanischen Grabenbruchs, unter dem ausladenden Blätterdach eines Feigenbaums führt ein staubiger Pfad von Dorf zu Dorf. Die gelben Früchte des Sodom-Apfels leuchten am Wegesrand.

Ein Kaffernbüffel fixiert uns mit stoischem Blick. Getrockneter Schlamm bedeckt seinen mächtigen Hornschild, während ein Madenhacker an seiner Nase nach Parasiten pickt.

Zwei Rotschnabel-Madenhacker in der Mähne einer Massai-Giraffe. Die Vögel holen Zecken aus dem Fell und schlagen mit scharfen Rufen Alarm.

Mit bernsteinfarbenen Augen mustert mich eine Diademmeerkatze von ihrem Hochsitz in einem Baum.

Ein Ziernektarvogel taucht seinen gebogenen Schnabel in eine Blüte. Sein Gefieder schillert in elektrischem Blau und Türkis, die leuchtend gelbe Brust setzt einen Kontrapunkt – ein fliegender Edelstein.

Im Blätterdach thront ein Mantelaffe. Auffällig ist sein buschiger Schwanz, der eine Länge von bis zu 90 cm erreichen kann.

Eine Zonocerus-elegans-Heuschrecke. Ihre gelb-schwarzen Warnfarben und geringelten Fühler signalisieren: Finger weg – bei Gefahr versprüht sie ein stinkendes Sekret.

Zwei junge Steppenpaviane spielen auf einem flechtenüberzogenen Ast. Ihre bernsteinfarbenen Augen mustern aufmerksam die Umgebung, während ihr Fell im gefilterten Licht der Akazienkrone schimmert.

Reglos verharrt ein Zwergspint auf seiner Ansitzwarte. Sein olivgrünes Gefieder mit der goldgelben Kehle verschmilzt fast mit dem Hintergrund – bis eine Biene vorbeisummt und der kleine Jäger blitzschnell zuschlägt.

Ein Geländewagen bahnt sich seinen Pfad zwischen grünen Dornenbüschen und Akazienbäumen am Lake Manyara.

Ein Rotgesicht-Hornrabe stolziert vor ruhenden Kaffernbüffeln durch das Gras. Der bodenbewohnende Vogel sucht nach Schlangen, Eidechsen und Insekten.

Lekitony Kesoy, 26, Guide am Lake Manyara, am Steuer seines offenen Geländewagens – wenige Minuten später hebt unsere Cessna Richtung Serengeti ab.

Eine männliche Siedleragame sonnt sich auf einem Felsen. Der leuchtend orangerote Kopf und der kobaltblaue Körper signalisieren Dominanz und Paarungsbereitschaft. Je intensiver die Färbung, desto höher der Rang in der Hierarchie der Kolonie.

Annette breitet die Arme aus – und wirkt wie eine Miniatur vor dem gewaltigen Stamm eines Baobabs. Der Affenbrotbaum kann über 2.000 Jahre alt werden und speichert bis zu 100.000 Liter Wasser in seinem schwammigen Holz.

Annette paddelt zwischen ertrunkenen Akazien, der Guide hält am Heck den Kurs – Lake Manyara hat keinen Abfluss, und als Starkregen den Spiegel hob, überstand kein Ufergehölz das Salzwasser. Die kahlen Stämme markieren, wo bis vor Kurzem Land war.

Zwei Rotschnabel-Madenhacker auf dem Kopf einer Massai-Giraffe. Sie arbeiten sich durch Hautfalten, suchen Zecken, halten aber auch Wunden offen und trinken Blut. Ob sie nützen oder schaden, ist unter Biologen bis heute strittig.

Drei Massai-Giraffen zeichnen sich als Silhouetten gegen den flimmernden See ab – ihr Fleckenmuster ist so individuell wie ein Fingerabdruck und verändert sich ein Leben lang nicht.

Kobaltblaue Maske um ein rotes Auge, dazu ein karminroter Schnabel – ein männlicher Granatastrild im Morgenlicht. Das Weibchen trägt dieselbe Zeichnung in gedämpften Tönen.

Dicht gedrängt suchen Impalas unter einer Schirmakazie Schutz vor dem Regenschauer – wer hier steht, steht zugleich auf der Speisekarte von Löwen, Leoparden und Wildhunden.

Auf abgestorbenem Holz wartet ein Graukopfliest, den korallenroten Schnabel gegen das diesige Licht gerichtet – anders als die meisten Eisvögel jagt er kaum am Wasser, sondern schlägt Heuschrecken und Eidechsen im trockenen Buschland.

Abschied vom Lake Manyara aus dem Fenster der Cessna: Hinten verschwindet das Hochland unter einem Regenschleier.

Es ist Regenzeit in Ostafrika: Ein grauer Regenvorhang trifft auf die Ebene der Serengeti und lässt verdorrtes Gras binnen weniger Tage ergrünen.

Rostroter Scheitel, gestreifte Brust, lange Schwanzspieße: eine Kleine Streifenschwalbe. Sie mauert ihr Nest aus Lehm.

Tüpfelhyänen am Gnu-Kadaver, dahinter warten die Geier. In der Serengeti wurden binnen zwei Jahren mehr als 400 Geier vergiftet, oft von Wilderern, die nicht von kreisenden Vögeln verraten werden wollen.

Zu Fuß findet man, was man vom Wagen nie sähe: zum Beispiel diesen Hyänenschädel. Hyänenspuren lassen sich leicht erkennen, anders als Löwen können Hyänen ihre Krallen nicht einziehen, und sie drücken sich gut erkennbar mit ab.

Zu Fuß durch die Serengeti, vorn die Guides, hinten der Ranger mit Gewehr, dazwischen Annette. Ohne bewaffnete Begleitung erlaubt die Parkverwaltung keine Fußsafari.

Der Serval dreht nur kurz den Kopf zum Wagen. Keine Katze hat im Verhältnis zum Körper größere Ohren. Der Serval hört mit ihnen Nager sogar unter der Erde.

Drei Zwergmangusten spähen aus ihrem Erdbau. Keine 350 Gramm schwer, ist die Art das kleinste Raubtier Afrikas.

Die Gepardin liegt im hohen Gras, der Blick auf der Ebene. Ihre schwarzen Tränenstreifen, so die gängige Erklärung, dämpfen das grelle Licht bei der Jagd am Tag.

Mehr als 25 Tüpfelhyänen drängen sich um ein totes Zebra, am Rand wartet ein Schabrackenschakal auf Reste – „Alles hier ist irgendwie Essen für jemanden“, sagt unser Guide.

Der Löwe verteidigt das Zebra gegen den Hyänenclan – zweieinhalb bis drei Jahre alt, schätzt der Guide, die Mähne noch kurz und hell.

Kaffeepause mitten in der Ebene, im Schatten einer Akazie: Klapphocker, Tischtuch, Kanne und Blechbecher – Guide Hesekiel Msangi schenkt ein, Annette wartet.

Ein Helmperlhuhn pest über die Wiese, auf dem Kopf der knöcherne Helm, der ihm den Namen gibt. „Sie schmecken wie Hühner“, bemerkt Guide Hesekiel.

Während die Löwin auf dem Rücken döst, nimmt ein Junges das andere in den Schwitzkasten.