Das Leben der Anderen

Ohne Wagnis keine Sicherheit

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Christoph Rendel 67 Min. Deutsch

Die 40. Folge von Das Leben der Anderen

Zur 40. Folge von LDA habe ich mich mit Malte getroffen und durfte dafür mal wieder in die Hauptstadt reisen.

Dort sprach ich mit Malte über seine Abenteuer. Er hat mich mitgenommen auf seine Reisen von Island über Südostasien bis nach Venezuela – und mir beigebracht, wie man ein Bier auf burmesisch bestellt

Malte erzählte mir von seinem Besuch bei Veddas, den Indigenen Sri Lankas, und erklärte mir, dass Kälte eigentlich gar nicht so dramatisch sei – auch nicht bei -19 °C auf der Schneekoppe.

Er hat mir von seinem Kobold namens Gifti erzählt und davon, wie bereichernd es sein kann, wenn man sich bewusst macht, wie viel Chancen und Glück im Neuen liegen können.

Danke, Malte, für Deine Geschichte!

Key Learnings & Insights

  • Reisen schafft Raum für das echte Selbst. Im Alltag erfüllen wir Rollen, funktionieren nach Agenda und haben kaum Raum für das, was uns wirklich ausmacht. Auf langen Reisen fallen diese Schichten nach und nach ab. Maltes Entdeckung der Fotografie auf der vietnamesischen Insel Phú Quốc ist dafür das beste Beispiel: Erst als der Alltag verschwunden war, meldete sich eine Leidenschaft zurück, die 15 Jahre lang geschlummert hatte. Reisen ist damit nicht nur Ortswechsel – sondern eine der wirkungsvollsten Methoden zur Selbstentdeckung.
  • Gifti ist immer reaktiv – der erste Impuls zählt. Malte nennt seinen inneren Kritiker „Gifti“ – den kleinen Kobold im Kopf, der jede schöne Idee sofort mit Sorgen, Nöten und Gegenargumenten impft. Das Entscheidende: Gifti kann immer nur reagieren, nie selbst initiieren. Der erste Gedanke, der erste Impuls – das ist der Ausdruck der Seele. Wer diesem Impuls sofort Zeit, Liebe und Ressourcen gibt, handelt bevor Gifti überhaupt in Gang kommt.
  • Nur zwei Ängste sind angeboren – alle anderen sind erlernt. Neurologisch betrachtet gibt es lediglich zwei angeborene Ängste: die Schreckreaktion auf laute Geräusche und den Moro-Reflex. Alle anderen Ängste wurden irgendwann erlernt – meist in der vorsprachlichen Phase. Das ist die gute Nachricht: Was erlernt wurde, kann auch verlernt werden. Durch intensive, körperlich erlebte Erfahrungen überschreibt das Gehirn die alte Angstreaktion und ersetzt sie durch Faszination und Staunen.
  • Kälte ist ein Trainingsfeld für Selbstwirksamkeit und Resilienz. Die Wim-Hof-Methode verbindet gezielte Kälteexposition mit speziellen Atemtechniken und liefert messbare Ergebnisse: Bereits 3 Minuten Eisbad regulieren Entzündungsmarker über fünf Tage, setzen nachhaltiges Dopamin frei und verbessern den Schlaf. Malte hat seinen pH-Wert durch 30 Minuten Atemübungen von 5,9 auf 7,5 gehoben. Wer weiß, dass er Kälte kontrollieren kann, erweitert seinen inneren Einflussbereich – und überträgt dieses Gefühl der Selbstwirksamkeit auf alle anderen Lebensbereiche.
  • Gefühle sind die ultimative Lebenswährung. Nach einer sechsmonatigen Reise ohne Ersparnisse zurückzukehren und sich besser zu fühlen als je zuvor – dieses Paradox war Malte Clavins tiefste persönliche Erkenntnis. Gesellschaftliche Glaubenssätze suggerieren: Sicherheit geht vor, Risiko ist gefährlich, Auszeiten kosten Karriere. Maltes Erfahrung widerlegt das konsequent. Wenn das Gefühl nicht stimmt, ist alles andere auch verkehrt – egal wie viele Nullen auf dem Konto stehen.

Kapitel

00:00Intro & Begrüßung
Christoph stellt Malte Clavin als Reisenden, Fotografen und Abenteurer vor und skizziert die Themen der Folge: Island, Burma, Sri Lanka, Gifti.

01:41Wer ist Malte Clavin?
Speaker oder Abenteurer – WideOyster, Pressereisen und die Mechanik des Reisejournalismus.

07:00Die Keimzelle: Südostasien 2005
Wie eine sechsmonatige Familienreise durch Kambodscha, Vietnam und Burma Maltes Fotoleidenschaft entfachte und seine Karriere als Reisejournalist begründete.

14:09White Spots & Venezuela
Der Roraima-Tafelberg als jahrelanger innerer Kompass – und warum der Benefit immer mehr wert ist als die Kosten der Reise.

18:23Risiko mit Verstand
Malte ist kein Hasardeur – wie er Reisen in unsicheres Terrain sorgfältig vorbereitet, am Beispiel Venezuela.

21:32Fünf Tage bei den Veddas in Sri Lanka
Das Urvolk Sri Lankas – Gastfreundschaft, Geld, Elefanten und ein Gespräch am Lagerfeuer, das Malte bis heute bewegt.

35:12Sprache & Verständigung unterwegs
Burmesische Bierbestellungen, brenzlige Checkpoints in Venezuela und die Faszination für sprachliche Weltwahrnehmung.

40:32Innere Reisen: Kälte, Höhe, Tiefsee
Wim-Hof-Methode, Fallschirmspringen und Freitauchen als Werkzeuge für Selbstwirksamkeit und Resilienz.

55:59Panama: Der Camino Real
Acht Stunden Dschungel auf der historischen Konquistadoren-Route – körperlich an der Grenze, journalistisch voll präsent.

59:35Island: Wenn es wirklich ernst wird
Mit 23, ohne Ausrüstung, auf einem Gletscher – einer von drei Momenten, in denen Malte dachte: „Wenn ich hier lebend rauskomme, habe ich etwas zu erzählen.“

01:01:45Ohne Wagnis keine Sicherheit
Erlernte Ängste, Gifti als reaktiver Kritiker und warum Ängste durch Faszination neurologisch überschrieben werden können.

01:05:41Ausblick: Expedition Antarktis
Neuntägiger Trip zur Antarktis-Halbinsel – mit Hoffnung auf Pinguinnachwuchs im Januar.

Transkript

[00:00] Christoph: Herzlich willkommen zur Folge 40 des Lebens der Anderen. Ich wäre auf meinem Ausflug zwischen Bahnhof und Hotel fast erfroren – habe aber kurz darauf bei meinem Gespräch mit Malte Clavin schnell verstanden, dass das wahre Abenteuer woanders zu finden ist. Malte ist Reisender, Fotograf, Abenteurer und noch viel mehr. Er hat mich ein wenig mit um die Welt genommen: Wir waren in Island auf dem Gletscher, haben in Burma ein Bier bestellt – und dann gleich noch eins –, und waren zu Besuch bei den Veddas in Sri Lanka.

Malte hat mir erzählt, wie das alles angefangen hat, von einigen seiner Reisen berichtet und mit mir darüber gesprochen, wie viele Chancen und Möglichkeiten sich ergeben, wenn man nicht auf Gifti hört – den inneren Kobold, der immer nur reaktiv ist und uns einschränkt. Kommt mit uns um die Welt und hört zu, was alles möglich wird, wenn man sich einmal auf den Weg gemacht hat.

[00:56] Malte: Ich habe wirklich die ganze Zeit von morgens bis abends geschwitzt. Es tropfte unaufhörlich von der Nasenspitze. Ich habe alles an Energie zu mir genommen, was ich finden konnte – 15 Proteinriegel habe ich vollständig aufgegessen. In jeder Pause habe ich alles, was es irgendwo gab, in mich hineingefüllt. Ich habe alles verbrannt. Erst nach sechs Tagen war ich das erste Mal wieder auf der Toilette – ich hatte einfach alles aufgebraucht.

[01:41] Christoph: Erste Frage, bevor wir auflösen, wer du bist und warum wir überhaupt reden: Bist du mehr Speaker oder mehr Abenteurer?

[01:50] Malte: Ich bin definitiv mehr Abenteurer. Ich würde zwar gerne mehr spreaken, aber das findet leider seltener statt als ich mir wünsche. Das Abenteuer-Dasein habe ich fester in der Hand – weil ich für die Zeitschriften, für die ich schreibe, gute Reichweite und Sichtbarkeit anbieten kann. Für die Destinationen – also die Länder, über die ich schreibe – gibt es meistens einen Deal: Ich bekomme die Reise gestellt und liefere dafür die Geschichte sowie die Reichweite in diesen Medien.

Ich habe das große Glück, seit 2008 in einem Redaktionsverbund zu sein – mit zwei ehemaligen National-Geographic-Journalisten aus Holland und einem spanischen Kollegen. Wir nennen uns „WideOyster“: Die Welt ist wie eine Auster – öffne und entdecke sie. Inzwischen haben wir über 180.000 Digitalabonnenten in über 182 Ländern und kommen auf deutlich über zwei Millionen gelesene Artikel pro Jahr. Das ermöglicht uns, Pressereisen und kommerzielle Produktionen zu realisieren, weil wir eben diese Reichweite nachweisen können.

Was ich weniger gut steuern kann, ist das Speaker-Geschäft. Eine Unternehmenstür aufzustoßen und zu sagen „Bucht mich als Speaker“ – so funktioniert das eben nicht. Im Business-Kontext sind gerade andere Themen gefragt: Künstliche Intelligenz, Gleichberechtigung, klassische Verkaufstrainings. Mein Thema – Abenteuer, Angstbewältigung und das bewusste Verlassen der Komfortzone – ist momentan weniger im Vordergrund. Aber ich bleibe dran.

[07:00] Christoph: Auf deiner Homepage findet man als erste Fotogalerie Südostasien 2005 – ein halbes Jahr mit der ganzen Familie, mit damals sehr jungen Kindern. War das schon der Reisejournalist, oder war das noch ein anderes Kapitel?

[07:10] Malte: Das war ein ganz entscheidender Auslöser – und die Vorgeschichte geht noch weiter zurück. Meine heutige Frau Annette eröffnete mir früh in unserer Beziehung, dass sie schwanger sei. Die Reisepläne, die wir als frisch verliebtes Paar hatten, lösten sich zunächst in Luft auf. Wir fanden uns plötzlich in ganz neuen Rollen: Mutter, Vater, Familie – mit allem, was dazugehört. Das hat alles gut geklappt, aber die Reisepläne waren erst mal Geschichte.

Irgendwann meldeten sich diese Pläne lautstark zurück. Wir haben uns dann vorsichtig herangetastet – erst Mallorca. Schön, aber nicht das, was uns wirklich reizte. 2003 dann eine vierwöchige Thailand-Reise, die zeigte: Tochter Amelie verkraftete alles bestens – das Essen, die Hitze, die Menschen liebten sie. Wir sagten uns: Das ist alles viel besser gelaufen als gedacht, lass uns eine Schippe drauflegen.

Die Bedingungen stimmten: Annette konnte längeren unbezahlten Urlaub nehmen, und ich hatte als freiberuflicher Unternehmensberater Rücklagen angespart. Also entschieden wir: sechs Monate, einfach weg. Und genau das haben wir gemacht.

Der entscheidende Moment kam in Vietnam, auf der Insel Phú Quốc, ganz unten im Süden. Die erste Reiselust war verebbt, und plötzlich hatte ich nichts mehr zu tun – und damit echten Raum. Ich griff zur Kamera, damals noch eine kompakte Canon Ixus, stand früher auf, sprach Menschen an, bat um Porträts, streifte über Märkte. Dann schnappte ich mir Annettes etwas bessere Kamera und merkte: Da passiert gerade etwas. Dann erinnerte ich mich, dass ich 15 Jahre zuvor als Fotoassistent gearbeitet hatte. Offensichtlich lag da noch etwas brach, das jetzt an die Oberfläche wollte.

Das ist die große Möglichkeit langer Reisen: Im Alltag erfüllen wir Rollen und haben eine straffe Agenda – der echte Kern kommt kaum hoch. Auf Reisen fällt das alles ab, und was wirklich wichtig ist, meldet sich. Anschließend reisten wir für vier Wochen nach Burma – mit einer besseren Kamera, die ich in Bangkok gekauft hatte. Und das veränderte alles. Ich war nicht mehr zu halten, habe dieses Land regelrecht in mich aufgesogen. In den folgenden 12–13 Jahren war ich insgesamt 13-mal dort. Aus den Bildern entstand die erste Geo-Online-Geschichte – weil ich vor Ort auch Ton aufgenommen hatte. Das alles wäre ohne diese eine lange Reise nie passiert.

[14:09] Christoph: Wenn man sich auf deiner Seite umguckt, stellt man fest: Du warst nicht nur in Asien. Gibt es White Spots – Orte, wo du noch nie warst? Gibt es einen Kontinent, den du nicht bereist hast?

[14:16] Malte: Natürlich gibt es sehr viele. Australien fehlt komplett. Große Teile Russlands kenne ich nicht. Den nördlichen Teil von Kanada – Nunavut und andere Territorien – kenne ich nicht. Große Teile des Pazifiks. Letztlich habe ich viele kleine Scherben zusammengesammelt, kein vollständiges Bild der Welt.

Entscheidender finde ich aber die Frage: Bin ich zufrieden mit dem, was ich habe – oder gibt es da noch einen Stachel, der mich in eine bestimmte Richtung treibt? Diese Impulse entstehen immer wieder neu, oft durch Freunde, die mit leuchtenden Augen von einem Ort erzählen. Dann spüre ich dem nach und sage: Da fahren wir jetzt auch mal hin.

Eines der stärksten Beispiele aus meinem eigenen Leben: Ich sah vor Jahrzehnten ein einziges Bild – einer der riesigen Tepuis, der Tafelberge Venezuelas, in einem gigantischen Wolkenmeer. Das war der Roraima, einer von 110 solcher Tafelberge. Dieses Bild ließ mich nicht los. Ich besorgte mir Bücher, prüfte jahrelang die Sicherheitslage. Bis ich irgendwann sagte: Jetzt fahre ich hin. Das war eine selbstfinanzierte Reise – weil ich keinen Kontakt zu Tourismusbüros hatte und auch davon ausging, dass die nicht viel Budget haben. Aber der Canaima-Nationalpark mit dem Salto Ángel und den teilweise noch unerforschten Tafelberg-Gipfeln war mir schlicht so viel wert. Viele Gipfel sind echte Terra incognita. Es ist einfach so: Was ich am Ende an Erfahrung rausbekomme, ist immer mehr wert als das, was die Reise gekostet hat. Das war auch hier der Fall. Venezuela hat eine atemberaubend schöne Natur – und ich würde gerne irgendwann zurück.

[18:23] Christoph: Du hast gerade die Sicherheitslage erwähnt. Hat sich dein Verhältnis zu Risiko über die Jahre verändert – oder warst du schon immer so draufgängerisch?

[18:30] Malte: Nein, ich liebe mein Leben außerordentlich und bin überhaupt kein Hasardeur. Ich setze es nicht aufs Spiel – ich gehe mit Bedacht ran. Bei Venezuela zum Beispiel informierte ich mich vorher ausführlich über eine alte Studienbekannte, die das Land mehrfach bereist und für Schweizer Fernsehsender gearbeitet hatte. So hatte ich aktuelle Berichte aus erster Hand.

Über eine bestimmte Plattform für Langzeitreisende fand ich dann einen lokalen Veranstalter, der dort empfohlen worden war. Kurz bevor ich mit ihm reiste, hatte er zwei Schweizer begleitet – darunter ein professioneller Renndrohnenpilot mit eigenem YouTube-Kanal, der mit sieben Drohnen nach Venezuela gereist war und atemberaubende Filmaufnahmen des Salto Ángel produziert hatte. Der fliegt diese Fallkante von knapp 1.000 Metern in wenigen Sekunden ab und macht dabei Filmaufnahmen wie im Kino. Als ich wusste: die sind lebend reingekommen und lebend wieder rausgekommen – wusste ich auch: diesem Guide kann ich mich anvertrauen. Und genau so war es dann auch.

[21:32] Christoph: Du fängst dann irgendwann an, verrückte Sachen zu machen im Ausland. Eine der ersten Geschichten war „Fünf Tage in der Steinzeit“. Wie bist du dazu gekommen?

[22:00] Malte: Das geht zurück auf die Veddas – die Ureinwohner Sri Lankas. 2010 waren wir für fünf Monate auf der Insel: unsere zweite große Familienreise, diesmal mit Tochter Smilla, die dort laufen lernte – was einfach entzückend war. Sri Lanka ist extrem familienfreundlich: man ist fast immer in Meernähe, die Tagesetappen sind kurz, die kulturellen Stätten zahlreich.

Irgendwann bekam ich Wind davon, dass es die Veddas gibt – und eine Stelle, wo man sie besuchen kann. Nicht so richtig scharf beschrieben, was dort passiert. Wir fuhren für einen Tagesausflug hin, liefen durchs Dorf, hatten eine kurze Audienz beim Häuptling, gingen durch den Wald. Und ich dachte: Das ist interessant, das ist spannend – ich würde gerne länger bleiben und wirklich verstehen, wie das funktioniert.

Ich interessiere mich sehr für indigene Lebensweisen. Ich möchte besser verstehen, wie diese Menschen die Welt sehen, von ihnen lernen und meine eigene Perspektive neu kalibrieren. Ich fand schließlich jemanden, der die Veddasprache spricht, aber auch Singhalese ist – und habe über ihn alles angebahnt. Der gesamte Aufenthalt musste offiziell genehmigt werden, bis zum Häuptling hinauf. Dann verbrachte ich fünf Tage bei Gastgeber Guna Bandya und seiner Familie.

Es gab einen großen Raum – alle schliefen zusammen. Die Männer gingen auf Jagd, andere bestellten Felder für den täglichen Bedarf. Was mich am tiefsten berührte: ein Gespräch am Lagerfeuer am dritten oder vierten Tag. Wir waren mit einer Männergruppe draußen, und das Gespräch kam auf die Frage: Wo fühlst du dich eigentlich am wohlsten? Guna Bandya sagte: „Bei meiner Familie – wenn ich abends am Feuer sitze und meinen Kindern zuschaue, dann ist es richtig.“ Ein anderer, Heen Bandya, auch verheiratet, auch Vater, sagte: „Ich bin am liebsten ganz alleine in der Natur.“ So viel Klarheit über das eigene Glück, ohne jeden Lärm. Das hat mich tief bewegt.

Während meines Aufenthalts wurde in unmittelbarer Nähe ein Elefant erschossen – ein Farmer, der behauptete, sich bedroht gefühlt zu haben. Das halbe Dorf lief hin. Sofort waren Polizeibeamte da, haben alles vermessen und den Farmer sehr hart in den Mangel genommen. Das ist kein Kavaliersdelikt: fünfstellige Geldstrafen, Gefängnisstrafe. Die Sachlage war nicht glaubhaft – der Elefant lag nicht so, wie man es bei einem echten Angriff erwartet hätte. Die Veddas haben tiefen Respekt vor den Elefanten, auch wenn diese Felder zertrampeln. Es gibt sogar Klingelfallen und Knaller, um die Tiere zu verscheuchen – weil sie sehr lärm­empfindlich sind. Aber zur Waffe greifen ist eine ganz andere Sache.

[29:27] Christoph: Du hast gerade gesagt, die haben sich unterhalten – wie gut sprichst du die Vedda-Sprache?

[29:34] Malte: Gar nicht. Ich hatte immer meinen Übersetzer Ravi dabei, den ich für fünf Tage gebucht hatte. Der hat alles in Echtzeit übersetzt – ohne ihn wäre das nicht möglich gewesen.

[29:45] Christoph: Gab es Momente, wo du gedacht hast: war eine schlechte Idee – oder wo du an deine Grenzen gestoßen bist?

[30:14] Malte: Es ging natürlich auch um Geld. Ich nehme deren Zeit und Raum in Anspruch – ich esse von ihrem Tisch, ich nehme Platz weg. Das muss geklärt werden. Ich war nicht in die lokalen Gebräuche eingeweiht: Wie hart verhandelt man? Wie viel Respekt muss man zeigen? Wie läuft das ab? Da war ich sehr auf meinen Übersetzer Ravi angewiesen. Das waren manchmal Situationen, die ich persönlich als unangenehm empfinde – nicht weil irgendjemand böse war, sondern weil ich einfach nicht wollte, dass jemand das Gefühl hat, ausgenutzt zu werden. Als wir uns dann einig wurden – es war nicht günstig, aber auch nicht arschteuer, und alle waren happy –, war alles gut.

[35:12] Christoph: Du bist viel in der Welt unterwegs – jetzt mal festgenagelt: Was sprichst du für Sprachen?

[35:30] Malte: Im Grunde nur Englisch und etwas Französisch. Dazu ein paar Brocken Burmesisch: genug, um ein Bier zu bestellen und es nachzubestellen. Ich habe mir ein kleines Wörterbuch in meiner deutschen Lautmalerei zusammengeschrieben. Vor Porträtaufnahmen sage ich auf Burmesisch kurz bevor ich auslöse: „Bitte lächeln, du siehst wirklich schön aus.“ Das erwarten die Menschen nicht – und das Lachen, das dann kommt, ist ein echtes Lachen. Das ist ganz wunderbar.

Ich habe sogar ein burmesisches Lied gelernt – das war sehr lustig und hat Menschen echte Freude bereitet. Weil ich so oft in Burma war und dieses Land immer wieder laut nach mir gerufen hat, habe ich das auf mich genommen. Bei kürzeren Trips – maximal zwei Wochen – gehe ich nicht mehr so tief in die Sprache rein. Dafür tauche ich in der Nachbereitung und Recherche umso tiefer in die Kultur ein, weil viele Sprachen für bestimmte Phänomene ganz eigene Wörter haben. Das Finnische hat ein Wort für die Situation, wenn man alleine in Unterwäsche leicht traurig fernsieht. Japanisch hat Komorebi – das durch windbewegte Blätter flimmernde Licht. Für beides bräuchte man auf Deutsch einen ganzen Satz. Sprache ist eine ganz eigene Form der Wahrnehmung, die Realität formt – ähnlich wie bei den Inuit, die zahlreiche verschiedene Wörter für Schnee haben.

Vor Ort habe ich fast immer einen lokalen Guide dabei – besonders in Regionen, wo es brenzlig werden kann. In Venezuela passierten wir an einem einzigen Tag 13 Checkpoints. Militärpolizisten, die weniger an offiziellen Touristen interessiert waren als daran, ihren mageren Lohn aufzubessern. Einmal hat das sehr lange gedauert – sie fanden meinen Einreisestempel nicht. Ein erfahrener Guide kennt solche Situationen, kann einschätzen, was gerade passiert, und deeskalieren. Das ist in solchen Momenten schlicht unverzichtbar.

[40:32] Christoph: Du bist irgendwann von Reisen zu echten inneren Abenteuern gewechselt – in Unterwäsche durch Schnee, unter eine Eisdecke getaucht, Spinnen gestreichelt. Was hat dich dazu gebracht?

[40:45] Malte: Ich habe mich irgendwann gefragt: Was sind eigentlich die Hindernisse in mir selbst, bestimmte Dinge anzugehen? Nicht Orte, sondern innere Blockaden: das Thema Kälte, das Thema Höhe, das Thema Hitze. Und ich bin sehr schnell auf das Thema Angst gestoßen. Ich wusste von vielen historischen Entdeckern, die genau das gemacht haben – und ich dachte: Die sind auch Menschen. Also wäre das für mich auch möglich. Und ich wollte diese Ängste nicht bekämpfen oder tothauen – ich wollte sie auflösen. Das ist ein entscheidender Unterschied.

Ich habe das immer unter dem Aspekt von Freiheit adressiert. Wenn ich mein Nichtwissen über Kälte zurücklasse, bin ich danach jemand anderes – jemand, der Kälte besser einordnen, managen und einsetzen kann. Und das ist, wenn man sich wie ich gerne fernen und manchmal rauen Destinationen aussetzt, durchaus förderlich. Es erweitert das eigene Terrain. Es war für mich eine Art inneres Parlament: Diese eine Stimme in mir, die sagt „Das geht auch“ – die bekommt jetzt meine volle Aufmerksamkeit, Zeit und Ressourcen. Darf auf dem großen Abenteuerspielplatz schalten und walten.

Das geht zurück auf den niederländischen Extremsportler Wim Hof – der verrückte Holländer mit diversen Kälterekorden, der auch Seminare anbietet. Er kombiniert gezielte Kälteexposition mit speziellen Atemtechniken. Man kann sich wachatmen, müde atmen, alkalisch atmen. Nachweislich kann man durch 30 Minuten seiner sauerstoffreichen Atemtechnik den pH-Wert des Körpers verändern und Entzündungsreaktionen abschwächen. Ich habe das selbst getestet: vorher auf pH-Streifen: 5,9. Nach 30 Minuten Atmung: 7,5. Messbar, auf einfachen pH-Teststreifen aus der Apotheke.

Eisbäder haben fantastische, gut belegte gesundheitliche Effekte: 3 Minuten regulieren Entzündungsmarker über fünf Tage. Der Körper setzt High-Level-Dopamin frei, das lange verfügbar bleibt – du fühlst dich einfach großartig und stolz. Schlaf verbessert sich, Haut wird weicher, Serotonin und Melatonin werden ausgestoßen. Wenn ich mal ein Kratzen im Hals spüre, mache ich fünf Runden Wim-Hof-Atmung – in 80 % der Fälle ist der Entzündungsanflug danach weg.

Der eigentliche Gewinn ist aber die innere Freiheit: Ich muss keine Handschuhe anziehen, keinen Schal, keine Mütze. Ich habe das in der Hand. Diesen Einflussbereich zu erweitern – das fand ich ziemlich cool. Kälte ist dabei ein besonders gutes Medium, weil man sich wunderbar schrittweise annähern kann – einfach über einen Monat den Temperaturregler in der Dusche immer weiter auf kalt drehen. Fallschirmspringen geht nicht so sanft: zwei Tage Theorie im Hangar, Übungen, wie man sich bei verschiedenen Schirmsituationen verhält – und dann am Sonntag direkt auf 4.000 Meter und raus. Punkt. Freitauchen hingegen ist wieder zugänglich: bei einem Meter anfangen, bei zwei weiter, dann drei – ohne Wettbewerb, einfach für dich. Und du lernst dabei, dass das Drücken im Zwerchfell, das sich nach Luftmangel anfühlt, in Wahrheit noch gar kein Luftmangel ist. Es ist nur das Zwerchfell. Das muss man aushalten – und es geht.

[53:24] Christoph: Wie war das bei der Kälte auf der Schneekoppe – habt ihr euch auch schrittweise angenähert, oder wurde eine gewisse Grundresilienz vorausgesetzt?

[53:42] Malte: Das war der letzte Tag – immer der Höhepunkt des Seminars, weil man sich vorher schrittweise vorbereitet hat. Wir hatten starke Wetterbedingungen: Lufttemperatur von etwa −19 °C, dazu pfeifender Wind. Wir sind auch nicht bis ganz hoch auf die Schneekoppe – wir sind vorher in eine Hütte eingekehrt. Das war dann auch richtig so.

Der Körper ist für viel mehr gemacht, als wir denken. Es gibt verschiedene Stufen der Kälteempfindung. Irgendwann kriegst du Signale: Bei mir war es einmal beim Kältebad – ich wollte einfach mal wissen, wie lange es geht. Plötzlich wahnsinnige Kopfschmerzen, als ob mir die Schädeldecke reißt. Da wusste ich: jetzt reicht’s. Das war bei mir nach etwa elf Minuten der Fall. Bei anderen kann das anders sein. Solange du noch laufen kannst, ist alles gut. Wenn Arme und Beine taub werden und das Blut in die inneren Organe wandert – um sie warm zu halten –, dann sollte man rausgehen. Aber bis dahin dauert es deutlich länger, als man denkt. Die Grenzen sind weiter, als man annimmt.

[55:59] Christoph: Hat dir dieses Wissen auf deinen Reisen schon mal konkret geholfen?

[56:05] Malte: Total. Ich war gerade in Panama – das war zwar keine Kältegeschichte, aber eine extreme physische Herausforderung. Wir wanderten mit acht Leuten den Camino Real – die ehemalige Handelsroute der Konquistadoren, die Pazifik und Atlantik von 1520 bis etwa 1840 miteinander verband. Über diese Route ließen sie ihre geraubten Schätze aus Südamerika mit Maultieren von der Pazifik- auf die Atlantikseite transportieren. Dann wurde die Eisenbahn gebaut, der Weg verschwand im Dschungel, wurde überwachsen und abgetragen.

Ich hatte das Briefing nicht genau gelesen und mir etwas Überschaubares vorgestellt. Ach, ein bisschen Dschungelwanderung. Es wurden über acht Stunden Nettowanderzeit – glitschiger Morast, zurückpeitschende Äste, nesselige Blätter, Ameisen von oben, Flüsse zum Durchwaten, 30 Grad, volles Foto- und Journalisten-Equipment im Rucksack. Man muss bei jedem Schritt genau schauen, wohin man tritt – wenn man sich da verletzt, kommt nicht so schnell Hilfe. Meine 15 Proteinriegel waren ratzfatz aufgegessen. Der Schweiß tropfte ununterbrochen. Das war wirklich an der Kante, wo ich dachte: okay, jetzt reicht’s.

Und genau deswegen mache ich zwei- bis dreimal die Woche Sport: Der Körper soll nicht der limitierende Faktor sein. Als Fotograf und Journalist will ich innehalten können, eine Frage stellen, einen Schmetterling oder einen seltenen Vogel fotografieren. Das geht nur, wenn der Körper mitspielt. Ich war froh, dass er es getan hat.

[59:35] Christoph: Gab es auf all deinen Touren und Abenteuern einen Moment, wo du im Rückblick sagst: Das war wirklich kritisch – Verletzungen, ernsthafte Gefahr?

[59:45] Malte: Verletzungen nicht wirklich. Aber es gab einen Moment auf Island, da war ich 23. Mein erster Island-Trip. Ich lernte im Hochland von Island – das ist nicht bevölkert, da gibt es eine Bushaltestelle und einen Saloon, und das war’s – spontan jemanden kennen. Mit dem machte ich mich auf eine Dreitagestour, ohne genaues Ziel, ohne Satellitentelefon, ohne dass irgendjemand wusste, wo wir waren. Am zweiten Tag schlug ich mir beim Überqueren eines Flusses das Knie böse auf.

Wir gingen trotzdem weiter, auf den Gletscher – ohne Seil, ohne Ausrüstung, ohne irgendwas –, so weit, bis ringsum nur noch Eis zu sehen war. Und dann wurden die Gletscherspalten immer breiter. Ich kannte Gletscher bis dahin nicht wirklich. Irgendwann sagte ich: Jetzt reicht es, lass uns umdrehen. Und ich wusste auch nicht mehr genau, in welche Richtung zurück.

Dieses Gefühl hatte ich nur zwei-, dreimal in meinem Leben. Dieses Gefühl: Wenn ich hier lebend rauskomme, habe ich etwas zu erzählen. Das war das erste Mal. Rückblickend nicht das Allerklügste. Aber mit 23, noch nicht lebenserfahren, lernt man genau in solchen Momenten am meisten – wo die eigenen Grenzen sind, was man das nächste Mal anders macht, und was es bedeutet, wirklich vorbereitet zu sein.

[01:01:14] Christoph: Also im Rückblick sagst du, das war nicht das Allervernünftigste?

[01:01:24] Malte: Trotzdem war es okay. Ich war 23 und noch nicht so lebenserfahren – aber ich hatte schon das Gefühl: Jetzt reicht’s. Die Gletscherspalten wurden immer breiter, ich wusste nicht mehr genau, wo zurück war. Und was ist, wenn es anfängt zu schneien? Wir hatten kein Satellitentelefon, kein Seil, keine Verpflegung für solche Situationen. Wir waren überhaupt nicht vorbereitet. Das hätte schiefgehen können

[01:01:45] Christoph: Du hast einen Vortrag, der heißt „Ohne Wagnis keine Sicherheit“ – und Gifti kommt da auch vor, oder? Was steckt hinter diesem Konzept?

[01:02:00] Malte: Es gibt nur zwei angeborene Ängste: die Schreckreaktion auf laute Geräusche und den Moro-Reflex – die instinktive Abfangbewegung, die Neugeborene machen. Beide werden tatsächlich bei Neugeborenen getestet. Alle anderen Ängste sind erlernt – und erlernte Ängste halten uns vom Leben ab.

Das Gehirn ist ein Energiesparinstrument. Es will uns von energieaufwändigen Dingen abhalten, damit immer genug Reserve bleibt. Das war einmal überlebenswichtig. In den meisten modernen Situationen ist es das nicht mehr. Aber das Gehirn weiß das nicht automatisch – es kann viele dieser Muster nicht einfach willentlich umprogrammieren. Die Architektur lässt das nicht zu.

Gifti – mein innerer Kritiker – kann immer nur reagieren, nie initiieren. Der erste Gedanke, der erste Impuls: Das ist der Ausdruck der Seele. Ihm Zeit, Liebe und Ressourcen zu geben – das ist das Entscheidende. Denn dann hat Gifti noch gar keine Zeit gehabt, seine Sorgen und Nöte zu impfen. Dieser erste schöne Impuls ist der entscheidende. Der kleinen inneren Lobby Gehör zu schenken und sie groß zu machen – das ist der Kern.

Durch gezielte körperliche Erfahrungen – z.B. mit Spinnen, mit Kälte – wird im Gehirn neurologisch etwas Altes überschrieben. Das Erleben ist so intensiv, dass das Gehirn sagt: Ist ja doch nicht so gefährlich. Die Angst wird durch Faszination und Staunen ersetzt. Traumata können sich so auflösen. Das Schöne dabei: Selbst wenn man danach wieder Angst haben wollte – es gelingt einem nicht mehr. Das ist neurologisch überschrieben.

Wir leben in einer phobischen Zeit. Es gibt über 450 diagnostizierte Ängste – darunter die Angst vor Schwiegermüttern oder die Angst, von Enten angestarrt zu werden. Was mich dabei traurig stimmt: Genauso reflexhaft, wie auf Angst reagiert wird, wird auch Heilungsangeboten widerstanden. Ich habe das immer wieder erlebt – Menschen sagen: „Nee, nee, lass mal, das ist gar nicht so schlimm.“ Das ist genauso ein Reflex. Und man entscheidet sich damit fürs Leiden. Das finde ich wirklich schade.

Reinhold Messner hat es auf den Punkt gebracht – es ist sogar ein Buchtitel: Die Freiheit, aufzubrechen, wohin ich will. Er hat ohne Sauerstoff, aus eigener körperlicher Kraft die höchsten Berge der Welt erklommen. Die Freiheit aufzubrechen, wohin ich will. Darum geht es.

[01:05:31] Christoph: Du entscheidest dich offensichtlich nicht fürs Leiden, sondern fürs Wagnis – und damit für die Sicherheit. Abschließende Frage: Was ist das Nächste, wo du hinfährst?

[01:05:41] Malte: Darauf freue ich mich wahnsinnig. Im Januar geht es in die Antarktis – zusammen mit meiner Frau Annette, ein neuntägiger Trip zur Antarktis-Halbinsel. Und wenn wir Glück haben, ist Januar auch die Schlüpfsaison: Wir könnten Pinguinbabys beobachten.

[01:06:09] Christoph: Malte, ich danke dir herzlich für deine Geschichten und für alles, was du heute geteilt hast. Jetzt trinken wir noch gemütlich den Wein aus – und ich wünsche dir viel Spaß in der Antarktis.

[01:06:23] Malte: Vielen lieben Dank, Christoph. Prost.

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